Bunte Ecke

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Kristalle aus gefrorenem Wasser

Zu einem richtigen Winter gehören auch Schnee und Eis. Wer genauer hinsieht, entdeckt Faszinierendes.

Mal trocken, mal nass: Schnee

Wenn es sehr kalt ist, fällt der Schnee in kleinen Flocken als lockerer, trockener Pulverschnee. Liegen die Temperaturen nur knapp unter dem Gefrierpunkt oder sogar darüber, sind Schneeflocken größer und nass: Dann beginnen sie schon auf ihrem Weg zur Erdoberfläche zu schmelzen und sich mit anderen Schneeflocken zu verbinden. Das Gleiche geschieht mit Schnee, der zum Beispiel auf Pflanzen gefallen ist: Steigen die Temperaturen, fangen die Eiskristalle an miteinander zu verschmelzen. Fällt die Temperatur über Nacht wieder unter null Grad, gefrieren die „nassen“ Schneeflocken erneut. Wenn gleichzeitig Wind weht, können tolle Formen entstehen.

Bau dir ein Mini-Iglu!

Iglus heißen die Hütten der Eskimos rund um den Nordpol. Sie werden aus Schneeblöcken gebaut und sehen aus wie Kuppeln, also wie halbe Bälle. Auch wenn es sich die Menschen in den Iglus mit Öfen warm machen, schmelzen die Schneewände kaum. Wie kommt das? Der Schnee reflektiert nicht nur das Licht, sondern auch die Wärme nahezu vollständig. Deshalb taut im Inneren immer nur eine dünne Eisschicht auf. Während das Schmelzwasser die Schneewand herunterrinnt, gefriert es erneut. Das funktioniert natürlich nur, wenn es außerhalb des Iglus sehr kalt (am Nordpol bis zu 50 Grad Celsius unter null) und im Inneren nicht zu warm ist (also höchstens 5 Grad Celsius über null).
Wenn in deiner Gegend Schnee liegt, kannst du das selbst ausprobieren! Forme aus Schneebällen einen kleinen Iglu: eine kuppelförmige Höhle mit einem seitlichen Loch, dem Eingang. Zünde ein Teelicht an und setze es ins Innere deines Mini-Iglus hinein. Wichtig: Das Iglu sollte mindestens so hoch sein wie ein halber Fußball. Sonst kommt die Flamme des Teelichts zu nah an die Schneedecke heran. Wenn du alles richtig machst, wird dein Iglu erleuchtet und erwärmt. Aber es schmilzt nicht!