Wissen / Reportage

Bunte Welt

Helfer aus der Luft

Wenn sie gerufen werden, geht es oft um Leben und Tod. PRIMAX-Reporterin Lydia stieg an Bord eines Rettungshubschraubers und schaute sich die Arbeit von Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten genau an.

Um 6.30 Uhr?

Nein, so früh wollte PRIMAX-Reporterin Lydia eigentlich nicht aufstehen. Um diese Uhrzeit beginnt der Dienst des Helfer-Teams von Christoph 23. Feierabend ist erst nach Sonnenuntergang. Die Rettungsstation befindet sich am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Die Frauen und Männer an Bord des Hubschraubers sind für einen Bereich von 70 Kilometern rund um die Stadt zuständig. Im vorigen Jahr wurden sie 1700-mal gerufen. Das sind pro Tag durchschnittlich fünf Einsätze. Lydia schildert, was sie über das Team von Christoph 23 herausgefunden hat.

Zwei Minuten!

Nur so viel Zeit darf nach einem Alarm vergehen, bis Christoph 23 startklar sein muss. „Mann bei Gartenarbeit bewusstlos umgefallen!“, lautet die Meldung aus dem kleinen Empfangsgerät, das jeder im Team immer mit dabei hat. Pilot, Notärztin und Rettungsassistent sind gerade beim Mittagessen in der Klinikkantine. Sofort springen sie auf, sausen auf Fahrrädern die 300 Meter bis zum Hubschrauber und steigen ein. Pilot Stefan Goldmann startet die Triebwerke, Sekunden später hebt der Helikopter ab. Rettungsassistent Christian Goldmann hat im Vorbeilaufen die ausführliche Alarmmeldung aus dem Faxgerät der Station gezogen. Hastig gibt er im Cockpit die Adresse des Einsatzortes ins Navigationssystem ein: Treis-Karden an der Mosel ist nur 20 Kilometer entfernt.

Was erwartet die Helfer am Einsatzort?

Um sich darauf vorzubereiten, sammelt Notärztin Nicole Spanagel per Funk bei der Rettungsleitstelle weitere Informationen. Schon setzt der Helikopter in Treis-Karden neben einem Spielplatz am Moselufer auf. Ärztin und Rettungsassistent sprinten mit ihren Notfalltaschen zu dem Garten, in dem der Mann umgefallen sein soll. Ob sie rechtzeitig ankommen, ist noch ungewiss.

Bereit für den Rückflug!

Um den Patienten sofort in ein Krankenhaus fliegen zu können, richtet Pilot Stefan Goldmann in der Zwischenzeit alles für den Start her. Da kommen Neuigkeiten übers Funkgerät: Die Notärztin konnte den Mann wieder zu Bewusstsein bringen. Doch die Ursache für den Zusammenbruch ist nicht geklärt. Deshalb soll er in die nächste Klinik transportiert werden. Da der Patient nur leicht verletzt ist, kann er im Rettungswagen gefahren werden. Das ist einfacher als im engen Hubschrauber.

Mehr über ADAC-Rettungshubschrauber ...

... erfahrt ihr auf den Internet-Seiten der Rettungsstation in Koblenz: www.christoph23.de
Fotos: redkon GmbH
November 2012