Wissen / Reportage

Bunte Welt

In mir steckt auch ein kleiner Rabe

Er spielt Hip-Hop, Funk und Rockmusik. Und in einem neuen Animationsfilm leiht Jan Delay seine Stimme dem kleinen Raben Socke. Im Interview mit VR-PRIMAX erzählt der Bühnenstar davon.

„Weißt du, Socke nimmt kein Blatt vor den Mund. Er sagt und tut immer, was er will. Das Beste: Er kommt damit durch, weil er ein Junge ist, den alle mögen. Hm, eigentlich steckt auch in mir ein kleiner Rabe!“ Jan Delay beginnt laut zu lachen. In einer Stunde wird er wieder im Rampenlicht stehen, mit seiner Band die neuesten Songs spielen und den Beifall der Fans genießen. Auch ab 20. August hat Jan wieder die Hauptrolle. Doch er wird dann in deutschen Kinos nicht zu sehen sein, nur zu hören: als kleiner Rabe Socke, Star eines neuen Animationsfilms. Schon vor drei Jahren lieh er seine knarzige Stimme der lustigen Figur mit der rot-weiß gestreiften Socke. Was hat ihn daran gereizt, diese Aufgabe auch im zweiten Film mit dem Raben zu übernehmen? „Wenn ich neue Songs aufnehme, muss ich den Musikern und Technikern sagen, was und wie sie es tun sollen. Ich will es immer noch ein Stück besser machen. Auch abends, wenn ich zu Hause bin, gehen mir tausend Ideen durch den Kopf.“
Und bei den Tonaufnahmen für Filme? „Da komme ich morgens ins Tonstudio und der Aufnahmeleiter sagt mir genau, was er von mir erwartet. Mache ich es richtig, ist es gut. Ansonsten darf ich es noch einmal versuchen. Während der ganzen Zeit bin ich locker und habe Spaß daran, bei einem lustigen Film mitzuwirken. Wenn ich nach Hause gehe, lasse ich alle Gedanken an den Film hinter mir. Das ist wie Erholungsurlaub für den Kopf.“
Ob es einen dritten Film mit Socke geben wird, ist noch unklar. Jan wäre wieder mit dabei. Zuvor wird er etwas ganz Neues versuchen. „Die Macher des Rockmärchens Tabaluga haben mich gefragt, ob ich beim nächsten Teil auftrete. Ich werde ihnen nur dann zusagen, wenn ich im Kostüm des kleinen Raben singen darf.“ Auch jetzt lacht Jan wieder, aber diesmal meint er es ganz ernst. Oder etwa nicht?
Fotos: Universum Film
August 2015