Wissen / Reportage

Welt der Tiere

Wo immer Sommer ist

In den Zoo gehen, wenn es kalt und regnerisch ist? Na klar! Fast jeder Zoo hat auch ein Exotarium. Dort kannst du Tiere aus fernen Ländern beobachten: zum Beispiel Schlangen, Echsen, Frösche, Insekten und Fische. Da es diese Tiere gerne warm haben, brauchst du bei einem Besuch auch im Winter nicht zu frieren. PRIMAX zeigt dir fünf Tierarten, die du im Exotarium finden kannst.

Süßwasserkrokodil

Was haben Krokodile und Fische gemeinsam? In beiden Fällen gibt es Arten, die nur im Salzwasser leben, also an Meeresküsten oder in Flussmündungen. Es gibt aber auch Krokodile, die sich wie Süßwasserfische nur in Teichen und Flüssen wohlfühlen. Obwohl sie sich auch an Land bewegen können, ist der Körper von Krokodilen vor allem auf das Leben im flachen Wasser ausgerichtet: Da die Augen und auch die Nasenlöcher leicht erhöht sitzen, kann das Krokodil noch immer sehen und atmen, wenn seine lange Schnauze bereits unter Wasser ist.

Bindenwaran

Giftig sind Bindenwarane zwar nicht, doch ihr Biss ist trotzdem gefährlich. Der Grund: Beim Fressen bleiben zwischen ihren Zähnen Fleischfetzen hängen, auf denen sich Bakterien entwickeln. Der Biss eines Bindenwarans führt deshalb zu Wunden, die sich leicht entzünden und nur schwer heilen. Auch der Schwanz ist eine Waffe: Wenn sich diese Tiere bedroht fühlen, können sie damit hart zuschlagen.

Pantherchamäleon

Warum heißen Chamäleons auch Wurmzüngler? Weil sie eine Zunge haben, die so lang wie ihr ganzer Körper ist. Wenn Chamäleons zum Beispiel Appetit auf ihre Lieblingsspeise Heuschrecken haben, schleudern sie die Zunge blitzschnell heraus, fangen ihr Opfer mit der klebrigen Zungenspitze und befördern es ins Maul. An Chamäleons ist noch mehr ungewöhnlich: Sie können ihre Augen unabhängig voneinander nach allen Seiten bewegen. Dadurch haben sie rundherum alles im Blick, ohne ihren Kopf zu bewegen. Chamäleons sind berühmt dafür, dass sie die Farbe ihres Körpers verändern – je nachdem, wie hell oder dunkel, warm oder kalt es ist und wie sie sich fühlen. Stell dir vor, das wäre auch bei dir so ...

Makifrosch

Ehrlich, dieser Frosch ist nicht aus Plastik! Er lebt. Was ihn künstlich aussehen lässt, ist eine Wachsschicht. Dieses Wachs drückt er aus Hautdrüsen heraus und verteilt es mit seinen Beinen am ganzen Körper. So verhindern diese Frösche, dass an Land zu viel vom Wasser in ihrem Körper verdunstet und sie austrocknen. Makifrösche halten sich meist auf Bäumen auf. Ihre Finger und Zehen sind so gebaut, dass sie damit Zweige richtig umfassen können. Dadurch sitzen sie – anders als die meisten Baumfrösche – wie Vögel quer zum Holz.

Bartagam

Wenn sie größer wären, könnte man sich vor Agamen fürchten. Doch sie werden nur 25 Zentimeter lang, dazu kommt der ebenso lange Schwanz. Der ganze Körper der Agamen ist mit Schuppen und Stacheln geschützt. Bartagamen haben unter dem Kinn dornige Schuppen, die wie ein Bart aussehen. Fühlen sie sich bedroht, stellen diese Echsen ihren Schuppenbart auf und versuchen, noch gefährlicher auszusehen. Praktisch: Weil Bartagamen in der Wüste leben, können sie bei einem Sandsturm ihre Augen mit ganz feinen Schuppen schützen. Menschen haben dafür Wimpern.
Fotos: Gerhard Bayer
November 2014