Wissen / Reportage

Welt der Tiere

Neues von E. T.!

Zuerst das Wichtigste: E. T. geht es sehr gut! Das Kängurubaby ist mittlerweile sieben Monate alt und hat begonnen, die Welt um sich herum zu erkunden. PRIMAX begleitet E.T. und seine menschliche Ersatzmutter einen ganzen Tag lang: in eine Schule, beim Einkaufen im Supermarkt und zum Zahnarzt.

Aufregung auf dem Pausenhof

E.T. ist wieder da! Regelmäßig besucht Biga mit ihrem Kängurubaby die Grundschule im nahen Katzenelnbogen und kommt nach und nach in jede Klasse. Auf dem Fußboden breitet sie die Lieblingsdecke von E.T. aus. Neugierig klettert das kleine Känguru aus seinem Beutel heraus und hopst auf der Decke umher. „Ich weiß, dass ihr ihn gerne streicheln möchtet”, sagt Biga. „Im Moment wäre das noch zu gefährlich. Er könnte sich zum Beispiel einen Erkältungsvirus einfangen und krank werden. Wenn E.T. größer und robuster ist, dürft ihr ihn gerne berühren. Fest versprochen!” Nur Jonas darf E.T. ausnahmsweise streicheln: Er hat heute Geburtstag. Biga holt ein PRIMAX-Heft hervor und zeigt die Fotos in der ersten Reportage über E.T.: „Soll ich euch erzählen, wie E.T. zu uns kam?” Alle nicken. Während sie die Geschichte schildert, verteilt Biga Gummibärchen. Was hat das mit E.T. zu tun? „Bei seiner Geburt war er wie alle seine Artgenossen genauso klein.”
Hmm, Obst und Gemüse riechen interessant!
E.T. reckt seine Nase in die Luft und schnüffelt. Das Kängurubaby ist auch immer dabei, wenn Biga im Supermarkt einkauft. Natürlich hat sie beim ersten Mal den Marktleiter um Erlaubnis gebeten. Die Verkäuferin hinter der Wursttheke ist begeistert von E.T., einen so kleinen Kunden hatte sie noch niemals zuvor. Biga schmunzelt. „Meistens lösen wir einen Einkaufswagenstau aus, weil jeder Kunde ihn sehen will.”
Nein, E.T. hat kein Zahnweh! Biga beruhigt die Sprechstundenhilfe ihrer Zahnärztin. Nur die Zähne seiner Ersatzmama sollen kontrolliert werden. Außerdem möchte sich Biga zeigen lassen, wie man elektrische Zahnbürsten richtig einsetzt. Während sie auf dem Behandlungsstuhl sitzt, schaut E.T. auf die Instrumente und Bohrer vor ihm. Fremde Umgebungen können ihn kaum aus der Ruhe bringen. Das zeigte sich jüngst auch in einer Gaststätte, in der sich Biga und Dieter Kruse mit Freunden trafen. Obwohl es im Lokal recht laut war, fühlte sich das Kängurubaby sichtlich wohl.
In zwei Monaten wird E.T. tagsüber immer länger aus dem „Biga-Beutel“ herauskommen. Dann bezieht er sein eigenes Zimmer im Haus der Kruses: mit Fußbodenheizung und einem größeren Beutel, der frei im Raum hängt. In diesem Zimmer bleibt er immer dann, wenn seine Ersatzeltern unterwegs sind. Ansonsten kann er in der ganzen Wohnung herumflitzen, wie er es möchte. Doch auch das Zimmer ist für E.T. nur eine Zwischenstation: Sobald es draußen schön warm geworden ist, wird er in ein eigenes Gehege neben dem Haus umziehen. Es wird auch ein Netzdach bekommen, damit das kleine Känguru nicht von Greifvögeln gepackt werden kann. „In der ersten Zeit werde ich mich jeden Tag ein paar Stunden lang zu ihm ins Gehege setzen“, schildert Biga: „Bis sich Kängurubabys an eine neue Umgebung gewöhnt haben, sind sie froh, wenn Mami erst einmal dabei ist.“
Fotos: Gerhard Bayer
März 2014