Wissen / Reportage

Welt der Tiere

Tiere mit Tarnkappe

Von anderen Tieren nicht erkannt zu werden, das kann in der Natur sehr nützlich sein, oft sogar lebenswichtig. PRIMAX zeigt euch Tarntricks von Fischen, Insekten und Reptilien.

Röhrenaal

Diese ungewöhnlich geformten Fische beherrschen die sicherste aller Tarnungen: Bei Gefahr verschwinden sie spurlos! Röhrenaale leben in allen großen Meeren. Normalerweise ragen sie wie Pflanzenstängel mit einem Teil ihres Körpers aus dem Boden heraus und halten Ausschau nach Würmern und kleinen Krebsen. Bei Gefahr ziehen sie sich blitzschnell und komplett in den Untergrund zurück.

Hoher Skalar

Diese Fische kommen in freier Natur in Flüssen Südamerikas vor und halten sich normalerweise im offenen Wasser auf. Wenn Gefahr droht, schwimmen sie sofort zwischen dichte Pflanzenstängel. Dort sind Skalare wegen ihrer silbernen und grünen Längsstreifen fast unsichtbar.

Stabschrecke

Richtig, dieser scheinbar trockene Pflanzenstängel im Vordergrund unseres Bildes ist tatsächlich ein lebendes Insekt. Mit ihren braun, manchmal teilweise grün gefärbten und lang gestreckten Körpern sind Stabschrecken im Gewirr von Zweigen perfekt getarnt. In den tropischen Wäldern Asiens hängen sie oft regungslos An Bäumen und Sträuchern. Selbst wenn sich ein gefährliches Tier nähert, fliehen Stabschrecken nur selten: Entweder bleiben sie wie erstarrt hängen oder sie lassen sich zu Boden fallen und verharren dort – wie ein echtes vertrocknetes Ästchen.

Plattschwanzgecko

Erst in der Nacht starten diese Echsen, die nur auf der afrikanischen Insel Madagaskar vorkommen, die Jagd nach Insekten. Tagsüber hängen sie mit ihren Haftzehen regungslos an Baumstämmen und Ästen. Ihr grünbrauner Körper scheint mit dem Holz fast zu verschmelzen. Der flache Schwanz wirkt auf den ersten Blick wie ein leicht abstehendes Stück Rinde.
Fotos: redkon GmbH
Januar 2013